Hey, ich bin Simone.

Ich habe zwei Master gemacht, in Zeitgeschichte und Medien sowie Publizistik und Kommunikationswissenschaft. Klingt theoretisch, ist für meine Arbeit aber ziemlich praktisch, denn hängen geblieben ist vor allem die Angewohnheit, genauer hinzuschauen: Warum sagt jemand genau das? Was lässt er weg? Und was steckt hinter dem, was auf den ersten Blick ziemlich eindeutig wirkt?
Genau das mache ich heute beruflich.
Ich entwickle Positionierungen für Menschen, die viel können, aber keine Lust haben, sich auf „Ich kann halt vieles“ reduzieren zu lassen. Dafür gehe ich eine Schicht tiefer als Werte, Stärken und Wettbewerbsanalyse und schaue darauf, wie jemand denkt, spricht, arbeitet und welche Grundüberzeugungen und Muster sich darin immer wieder zeigen.
Daraus sind meine Mosaikfragen entstanden. Das sind indirekte Fragen, die nicht danach fragen, „Wer bist du?“ oder „Wofür stehst du?“, sondern auf konkreten Situationen, Entscheidungen, Reaktionen und Erfahrungen eingehen. Jede Antwort liefert nur ein kleines Mosaikteil. Erst zusammengesetzt zeigen sie die Muster, die jemand selbst oft gar nicht bewusst benennen würde und genau daraus entsteht am Ende eine Positionierung, die nicht dem klassischen Stärken-Schwächen-Schema folgt, sondern ziemlich logisch und auf die Person zugeschnitten ist.
Und weil eine Positionierung heute nicht mehr nur auf einer Website funktionieren muss, denke ich sie immer direkt ein Stück weiter. Wir arbeiten längst mit KI, lassen sie schreiben, recherchieren, sortieren und irgendwann vielleicht ziemlich große Teile unserer Kommunikation übernehmen. Dann sollte sie allerdings auch verstehen, wer da eigentlich spricht, wie diese Person denkt und was sie niemals so machen würde.
Deshalb endet meine Arbeit nie bei einem schönen Satz. Ich übersetze das Ganze so, dass Menschen wirklich damit arbeiten können und KI genauso. Das spart später einen ziemlich großen Teil dieses ewigen KI-Stresses, bei dem man zum fünften Mal schreibt: „Nein, so klinge ich nicht.“
Wenn dir dein eigenes „Ich kann vieles“ langsam zu nervig geworden ist, freue ich mich, dich kennenzulernen. Den Rest finden wir raus.
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